Obwohl für die Meisten von uns, Friedhöfe nicht zu den üblichen Ausflugszielen gehören, stand’s für mich wieder mal auf den Plan. An einem kalten Februar Vormittag, es herrschten Temperaturen unter minus 8 Grad und bei lebhaften Wind ging’s zur Simmeringer-Hauptsr. im elften Wiener Gemeindebezirk. Man muss nicht unbedingt verstorbene Verwandte besuchen, um dem Zentralfriedhof in Wien einen Besuch abzustatten. Es ist auch eine gute Möglichkeit um hier Ruhe zu tanken.

Wiener Zentralfriedhof Der Wiener Zentralfriedhof, der von einer hohen Mauer umgeben ist, zählt, nach Hamburg, zu den grössten Europas. Sogar eine eigene Buslinie verkehrt hier. Hier sind die meisten Konfessionen in eigenen Bereiche vertreten, unter Anderem gibt es einem jüdischen, islamischen, orthodoxen und sogar einen buddhistischen Bereich. Der Wiener Zentralfriedhof gehört aufgrund seiner vielen Ehrengräber, Jugendstil-Bauwerke, des weitläufigen Natur Areals und mancher Kuriosität zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien.

Er ist auch ein Ort des “Lebens”, ein Refugium und Lebensraum für verschiedene Tiere. Diese riesige Parklandschaft stellt zweifelsohne einen ruhigen Ort der Erholung und Besinnung weitab von städtischen Lärm dar.

Wiener Zentralfriedhof Mit ca. 3 Millionen Bestatteten beherbergt Österreichs grösster Friedhof mehr Menschen als eigentlich in Wien leben. Man kann hier Stundenlang an den verschiedenen Gräbern, auch von Politikern, Musikern, Schauspielern, berühmte Persönlichkeiten die dort begraben sind verbringen. Die zahlreichen Mahnmale und Statuen, manche sind im Laufe der Jahre schwer gezeichnet, sind mehr als sehenswert genau so wie manche Inschrift.

Eine Touristenattraktion ist der Zentralfriedhof ohnehin, man möchte nicht glauben wie viele Touristen hier kommen um die gesamte musikalische Prominenz die hier liegt, angefangen von der Walzerfamilie Strauss bis hin zu Mozart, Falko, Brahms bis hin zu Beethoven, Schubert, Fatty George und all die Anderen zu besuchen-besichtigen. “Im Tod sind alle Menschen gleich”, sagt ein Sprichwort. Das gilt hier aber nur “unterhalb” der Erde. “Oberhalb” gibt es nämlich neben den Armengräbern auch Nobeladressen mit “Luxusvillen” inklusive vielen Grabdenkmälern. Manche Eitelkeit und Wohlstand sind nicht zu übersehen. Im alten jüdischen Friedhof, wo zahlreiche Grabsteine von Efeu umschlungen sind, manche im laufe der Jahre umgefallen, scheint, für einen kleinen Augenblick, die Zeit stehen geblieben zu sein, bis dann ein Flugzeug im Landeanflug am nahe gelegenen Schwechater Flughafen über meinem Kopf fliegt.

Wiener Zentralfriedhof Diese einzigartige Stimmung mit der unbeschreiblichen Atmosphäre zwischen Gruften, den lebensechten Grabstatuen, den vielen wunderschönen Kunstwerken und den zahlreichen Krähen muss man gesehen aber auch gefühlt haben! Ich werde mit Sicherheit wieder kommen, sechs Stunden waren viel zu kurz, habe nur einen Bruchteil sehen können, dabei gibt es noch so viel sehenswertes zu sehen!            ZUR FOTOGALERIE       

 


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